Nervös, hektisch, unruhig, unsicher ...
oder aggressiv, wütend, lautstark … oder erschöpft, müde, energielos.
So oder ähnlich kann der Mensch sich verhalten als Folge von belastenden Ereignissen. Ein Trauma (gr. Wunde) kann entstehen in Situationen, in der keine Handlungsmöglichkeit zur Verfügung stand. Einige Menschen „verdauen“ dies gut ohne weitere Konsequenzen und manche andere haben auch später noch Nachwirkungen. Diese können auf physischer (Schlafstörungen, innere Unruhe …) oder psychischer Ebene (Konzentrationsschwierigkeiten, Rückzug, Aggressivität, …) Probleme bereiten.
Die Traumatherapie erfolgt in verschiedenen Phasen: die erste Phase ist die Stabilisierung. Sie ist wichtig, um dem Nervensystem wieder zur Regeneration zu verhelfen. Damit Entspannung sich in Körper, Geist und Seele ausbreitet. Dadurch vergrößert sich die Kapazität zur Verarbeitung von Reizen und Informationen. Die Stabilisierung versetzt den Menschen wieder in die Lage sich zu beruhigen, positiver in die Welt zu sehen und Möglichkeiten zu entdecken. In dieser Phase gibt es viele Methoden, die erforscht, erlernt und erprobt werden. Schon in der Stabilisierungsphase verbessern sich viele Symptome wie z.B. Verbesserung von Schlaf, Regenerationsfähigkeit, Distanzierung von konfliktbehafteten Situationen, Erweiterung von Wahrnehmung und Denkfähigkeit. Für viele Menschen reicht diese Phase zur Gesundung aus, ohne über das belastende Ereignis zu sprechen. Es wird in dieser Phase die Resilienz, also die Widerstandskraft gestärkt.
#sicherer_Ort #Ressourcen #Achtsamkeitsübungen #inneres_Helferteam #Bildschirmtechnik
Die nächsten Phase der Traumakonfrontation und Traumaintegration erfolgen erst nach ausgiebiger Stabilisierung. Auch hier wird in kleinen behutsamen Schritten voran gegangen, so dass es zu keiner erneuten Belastung kommt. Wichtig ist mit eine spürbare Erleichterung in jeder einzelnen Sitzung. Es ist ohnehin schwer genug, da darf Leichtigkeit einkehren.
Ich habe in den letzten Jahren traumapädagogische Gruppen geleitet und Erfahrung gesammelt, einen sensiblen entspannten emotionalen Raum aufzubauen. Weil mich das Thema interessiert, bin ich in verschiedene Ausbildungen zum Thema „Trauma“ gegangen, z.B. nach Reddemann, EMDR, und NARM. Dadurch habe ich viele Werkzeuge kennengelernt, um mit Schocktrauma und Entwicklungstrauma hilfreich sein zu können. #Augenbewegung
#Kontakt #Einstimmung #Vertrauen #Autonomie #Liebe/Sexualität